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Bildkomposition - Dein Level Up in der Fotografie

Stell Dir vor, Du bist ein Künstler, der eine weiße Leinwand vor sich hat. Jeder Strich, den Du setzt, hat seinen Grund und ist gut durchdacht – genau das beschreibt eigentlich die Bildkomposition. Es kann ein komplexes Thema sein, jedoch ist es für jeden Fotografen sinnvoll, dieses Thema immer wieder zu verinnerlichen, egal ob Rookie, oder Pro. 

Durch die Bildgestaltung kann man das Auge des Betrachters so lenken, dass das Bild einen Eindruck hinterlässt, es gibt einem einfach das gewisse Etwas. Wie ein Künstler eben.

Das Fachwissen

Davon hat sicherlich jeder Fotograf in seiner Laufbahn gehört: Drittelregel, Goldener Schnitt, Fibonacci-Spirale.

Drittelregel / Goldener Schnitt

Das Bild wird durch 2 vertikale und 2 horizontale Linien geteilt, die als Guide für deine Bildkomposition funktionieren. Nutze die Kreuzpunkte, an denen sich die Linien treffen, als Hauptfokus in deinem Bild. Die Linien kannst Du als Bildaufteilung nutzen, um dein Motiv mittig oder auf der Linie zu platzieren.

Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge Drittel Regel

Fibonacci Spirale

Damit die Anordnung in einem Bild, nutzt man die Fibonacci-Spirale. Diese ist auf eine mathematische Berechnung aufgebaut und lenkt das Auge des Betrachters in eine spezielle Richtung. Dein Hauptobjekt sollte im Inneren der Spirale sitzen.

Landschaft
Landschaft Fibonacci Spirale

Darauf kannst Du achten

Symmetrie

Damit die Anordnung in einem Bild, nutzt man die Fibonacci-Spirale. Diese ist auf eine mathematische Berechnung aufgebaut und lenkt das Auge des Betrachters in eine spezielle Richtung. Dein Hauptobjekt sollte im Inneren der Spirale sitzen.

Symmetrisches Bild Brücke

Wiederholungen und Symmetrie in Bildern wirken ästhetisch auf den Betrachter. Extrem symmetrische Bilder machen sich vor allem vor oder in Gebäuden sehr gut. Auch in der Natur kannst Du viel Symmetrie erkennen.

Richte deinen Fluchtpunkt genau auf die Mitte, so kreierst Du eine zusätzliche Tiefe im Bild.

Farben gekonnt einsetzen

Die Farbgestaltung in einem Bild trägt auch zu einem qualitativ hochwertigen Bild bei. 

Du kannst Farben nutzen, die in deinem Motiv bereits vorkommen, mit farbigem Licht extra Punkte setzen, oder in der Nachbearbeitung nur 2 Farben herausstechen lassen. Das wirkt oft edler.

 

Womit wird welche Farbe assoziiert?

rot

ROT: Aufmerksamkeit, Feuer, Leidenschaft, Liebe,

Hass, Brutalität, Motivation, Intention, Intensiv

orange

ORANGE: Warm, Sommer, Abend, Enthusiasmus, Motivation,

aber auch Gefahr, Warnung, Unruhig

gelb

GELB: Fröhlichkeit, jung, Sonne, lustig, freundlich, Optimismus,

aber auch Neid, Apokalyptisch, fremd, giftig.

grün

GRÜN: Hoffnung, Natur, Umwelt, Gesundheit, Harmonie, Lebendig, Korrektheit,

aber auch Unreife, sauer, giftig

BLAU: Ruhe, Seriosität, Wasser, Neutral, Entspannung, Vertrautheit, Autorität,

aber auch kalt, Depressionen, Distanz

violett

VIOLETT: Phantasie, Neutralität, Magie, Konzentration, Ruhe, blumig,

aber auch Gefahr, Gift, Unwohlsein, Unsicherheit.

Beschränke dein Bild also auf ca. 2 Farben. Komplementäre Farben wie z.B. Rot und Blau wirken kinematografisch und geben einen Kontrast in der Farbe ab.

Das Hauptmotiv

Du kannst natürlich dein Motiv mittig setzen, das hat oft Stil und wirkt auch kinematografisch. Versuche zur Abwechslung dein Motiv nicht mittig zu setzen. Gerade bei Landschaftsfotografie setzt du dein Motiv gekonnt in Szene, indem Du es etwas nach links, oder rechts verschiebst, wie etwa auf eine Linie vom goldenen Schnitt.

 

Wie in diesem Bild wirkt der Raum viel größer, und das Hauptmotiv mehr allein, fast schon Einsam. Durch den bewussten Einsatz von Licht, bekommt das Motiv erst seine gewünschte wirkung.

Setze dein Motiv bewusst in Szene. Viele Bilder wirken vollgemüllt durch störende Elemente, die zufällig im Bild erscheinen. Lass auch diese gekonnt weg, um dein Motiv im Fokus zu haben und davon nicht ablenken, konzentriere Dich aufs Wesentliche. Beschränke dein Bild auf maximal 4 Elemente.

Rotkehlchen

Was fällt Dir an diesem Bild auf?

Schärfentiefe

city

– oder auch Tiefenschärfe genannt.

Wie setze ich Details in Szene?

Um das Motiv oder Dein Detail gekonnt in Szene zu setzen, eignet sich eine geringe Schärfentiefe wunderbar. Dein Motiv ist scharf, der Hintergrund unscharf – das geht auch umgekehrt. Je nachdem, wohin Du den Blick des Betrachters lenken möchtest. 

Je größer die Blende, desto geringer die Schärfentiefe.

Doch wann eignet sich eine große Schärfentiefe?

Gerade bei Weitwinkel, Superweitwinkel, oder Landschaftsfotografie eignet sich eine große Schärfentiefe. In der Fotografie liegt die Kunst dabei, etwas 3-dimensionales in 2-dimensional umzuwandeln. Man erschafft also völlig neue Winkel.

Tipps und Tricks - Guide

Die folgenden Arten und Methoden der Fotografie kannst Du bei deinem nächsten Shooting ausprobieren!

Rahmen

Versuche das Motiv natürlich einzurahmen, mittels Deiner Umgebung.

Zentralperspektive

Suche einen Fluchtpunkt direkt in der Mitte Deines Bildes

Froschperspektive

Fotografiere das Motiv so von weit unten – als wärst Du ein Frosch!

froschperspektive
Froschperspektive

Vogelperspektive

Suche Dir eine Plattform von der Du Dein Motiv knipsen kannst. Von weit oben, als wärst Du ein Vogel!

Vogelperspektive

Diagonal

Suche Dir diagonale Linien in deinem Motiv!

Draufsicht

Wenn Du eine Drohne zur Hand hast, wäre das für diese Perspektive optimal. Aber auch mit einem Stativ, oder einer Plattform lässt sich das gut machen.